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Im Gespräch mit „Ulrich Kaltenborn“
                                Danke Ulli,









                                  für fünfeinhalb Jahre


                          voller Herzblut für den TBV!









               » Nach über fünf Jahren als TBV-Geschäftsführer begibt sich Ulrich Kaltenborn ab Oktober in seinen
                wohlverdienten Ruhestand. Wir haben mit dem Hauptverantwortlichen für die Bereiche Marketing,
                        Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit vor seinem Abschied über seine Zeit beim
                  lippischen Handball-Bundesligisten, seine Erlebnisse und die Zeit nach dem TBV gesprochen.



       STARTER-Redaktion: Man soll aufhö-   Klientel und die jüngeren Ansprech­  Mittlerweile wird wieder bis zur letzten
       ren, wenn es am schönsten ist, besagt   partner in der Sponsoren­Landschaft   Sekunde gekämpft, Rückstände werden
       der Volksmund. Trifft das in diesem   richtig abzuholen.                  gedreht und der Glaube geht im Team
       Fall auch auf dich zu?                                                    nie verloren – auch wenn schlechte
       Absolut! Wir haben in den letzten    STARTER-Redaktion: Deine Amts-       Tage im Sport natürlich dazugehören.
       Jahren viel erreicht. Dass ich mit dem   periode begann nach dem knappen   Traurig stimmt mich hingegen die Er­
       TBV noch einmal den DHB­Pokal­       Klassenerhalt in der Saison 2016/17.   kenntnis, dass wir Spieler, die sich bei
       sieg feiern durfte ist alles andere als   Seither hast du in über fünf Jahren    uns blendend entwickelt haben und
       selbstverständlich und ein großes    sicherlich viele Höhen aber auch     das Zeug dazu haben bei europäischen
       Highlight für alle Beteiligten gewe­  Tiefen miterlebt. Was wird dir aus   Spitzenklubs zu spielen, nicht halten
       sen. Damit konnte und durfte man     deiner Zeit beim TBV, neben den an-  können. Hier fehlt uns, trotz unserer
       nicht rechnen. Umso schöner, dass es   gesprochenen sportlichen Erfolgen,   großartigen Sponsorenschaft, die
       trotzdem so gekommen ist! Darüber    besonders positiv, was aber auch     wirtschaftliche Power, um noch mehr
       hinaus auch noch europäisch mit­     negativ in Erinnerung bleiben?       Ausnahmekönner langfristig in unse­
       mischen zu dürfen, war und ist eine   Die Mannschaft und die Spieler haben    ren Reihen halten zu können.
       tolle Erfahrung. Bei meiner letzten   in den letzten Jahren eine tolle Ent­
       Vertragsverlängerung habe ich jedoch   wicklung genommen, die mir sehr    STARTER-Redaktion: Die Corona-Zeit
       bereits angemerkt, dass 2022 für     imponiert hat. Der TBV hat sich auf der   war für dich als Hauptverantwort-
       mich Schluss sein wird. Ich halte es   Spielfläche definitiv verändert. Es gab   lichen für die Bereiche Marketing,
       für wichtig, dass nun eine Verjüngung   Zeiten in denen Spieler bei Rückstand   Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit
       stattfindet, um so auch die jüngere   den Kopf hängen gelassen haben.     sicherlich eine große Herausforde-
                                                                                 rung. Wie hast du diese Zeit erlebt?
                                                                                 Meine fünfeinhalb Jahre beim TBV
                                                                                 habe ich mir tatsächlich im Vorfeld
                                                                                 etwas anders vorgestellt. Es war letzt­
                                                                                 endlich vergleichbar mit einer Achter­
                                                                                 bahnfahrt. In meiner ersten Saison war
                                                                                 aufgrund des späten Einstiegs kaum
                                                                                 noch eine Beeinflussbarkeit für meinen
                                                                                 Aufgabenbereich gegeben. Hier lag der
                                                                                 Fokus zunächst darauf neue Konzep­
                                                                                 te abzubilden, um zukünftig Kosten
                                                                                 einzusparen und mehr Einnahmen zu
                                                                                 generieren. Viele Abgänge und schließ­
                                                                                 lich die Corona­Zeit haben einem die
                                                                                 Arbeit allerdings nicht einfach ge­
                                                                                 macht. Auch wenn es natürlich immer
                                                                                 mehr sein könnte, können wir trotz
                                                                                 des Aufs und Abs auf eine positive

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