Page 17 - ECHO
P. 17

40 Jahre erstklassig: So lief der          Teil 2

        Aufstieg und das erste Erstligajahr


     Mit nur vier neuen Spielern ging der   einziges Mal (0:26 Punkte). Folgerich-
     TBV in die Saison 1983/84 und wag-  tig fand sich der TBV mit 16:36 Punk-
     te das Abenteuer, auch aufgrund   ten am Ende der Saison auf dem dritt-

     fehlender finanzieller Mittel., ohne   letzten Tabellenplatz wieder - einem
     einen großen personellen Umbruch.   Abstiegsplatz.
     Zwei von ihnen wechselten vom Ab-
     steiger TuS Nettelstedt nach Lemgo:   Dass am Ende doch nicht der Weg in
     Michael Schüppel sowie der Isländer   die 2. Liga angetreten werden musste,
     Sigurdur Sveinsson. Letzterer war der   haben die Lemgoer FRISCH AUF! Göp-
     erste ausländische Spieler beim TBV   pingen zu verdanken. Denn die Bild
     und entpuppte sich später als echter   am Sonntag veröffentlichte im März
     Glücksfall für den TBV. Zudem muss-  1984 den Vertrag des polnischen Na-
     ten die Lemgoer den Weggang von   tionalspielers Jerzy Klempel, welcher
     Erfolgstrainer Horst Bredemeier zum   bei den Göppingern im Jahr 100.000
     Deutschen Handballbund verkraften.   DM plus Nebenleistungen bezog. Dies
     Für ihn übernahm Uli Schönbrodt,   war ein klarer Verstoß gegen das
     damals Studienrat des Detmolder   damals noch geltende Amateursta-
     Grabbe-Gymnasium, das Zepter an   tut und wurde letztendlich mit dem
     der Seitenlinie. Doch bereits im Januar   Zwangsabstieg in die 2. Liga bestraft.
     1984, als der TBV erneut das Schluss-  Nur deshalb durfte der TBV auch in
     licht der ersten Liga war, handelte   der Saison 1984/84 weiterhin
     der Vorstand und trennte sich im   erstklassig spielen - und tut es bis
     beiderseitigen Einvernehmen von   heute!
     Uli Schönbrodt. In der Folge leiteten
     zunächst die beiden Spieler Frank
     Ziegler und Diethard von Boenigk das
     nun intensivierte Training - teils mit
     Trainingsplänen, die ihnen der ehe-
     malige Lemgoer Trainer Bredemeier
     übermittelte. Am Februar übernahm
     Hans-Jürgen Sulk das Traineramt,
     welcher 1971 zur Meistermannschaft
     von GW Dankersen gehörte. Doch auch
     mit Sulk blieb die große Trendwende
     aus. Zwar konnte der TBV in eigener
     Halle sieben von 13 Spielen gewinnen,
     punktete in der Ferne jedoch kein
                                                          17
   12   13   14   15   16   17   18   19   20